Der Herr ist mein Hirte

Veröffentlicht am 14. Juli 2014 um 07:00 Uhr

JesusNur mal ein kurzer Gedanke…

Letzten Sonntag hörte ich durch Zufall auf NDR-Info den Gottesdienst und dort wurde über den Psalm 23 gepredigt. Die Stichworte im Titel dieses Artikels kennen wohl die meisten hier in Deutschland Lebenden.

[Ein Psalm Davids.] Der Herr ist mein Hirte; / nichts wird mir fehlen.
Er lässt mich lagern auf grünen Auen / und führt mich zum Ruheplatz am Wasser.
Er stillt mein Verlangen; / er leitet mich auf rechten Pfaden, treu seinem Namen.
Muss ich auch wandern in finsterer Schlucht, ich fürchte kein Unheil; denn du bist bei mir, dein Stock und dein Stab geben mir Zuversicht.
Du deckst mir den Tisch vor den Augen meiner Feinde; Du salbst mein Haupt mit Öl, du füllst mir reichlich den Becher.
Lauter Güte und Huld werden mir folgen mein Leben lang, und im Haus des Herrn darf ich wohnen für lange Zeit.

Diese Metapher soll zeigen, dass der Herr (also Gott) den gläubigen Christen behütet und ihn führt. Ich1 brauche mich also um nichts kümmern. Der “Chef” macht das schon. Ich sorge mich nicht ums Essen, er bringt mich auf die Weide. Er hilft mir, wenn ich in der Klemme stecke und als Gegenleistung muss ich ihm nur vertrauen und folgen. Soweit so gut. Es handelt sich tatsächlich um einen guten Gedanken, dass man sich nicht sorgen muss, sondern von jemandem beschützt wird.

Aber stellt sich denn niemand die Frage, was mit den Lämmern passiert, wenn der Hirte der Meinung ist, sie haben genug gegrast? Was passiert dann? Exakt! Kehle durchschneiden, ausbluten, filetieren, kochen oder braten und dann… Guten Appetit.

Was um Himmels willen hat der liebe Gott, der ja meine Hirte sein soll, mit mir vor? Welche metaphorische Deutung bietet sich für das Verspeisen der Lämmer an?

Eine befreundete Religionslehrerin könnte mir keine Antwort auf diese Frage geben. Vielleicht kann mir einer von euch eine Antwort geben, die befriedigt und einleuchtend ist.

  1. Nehmen wir für diesen Beitrag mal an, ich sei gläubiger Christ. []

Linux sucks…

Veröffentlicht am 10. Juli 2014 um 07:00 Uhr

Mein letztes Windows, mit dem ich tatsächlich produktiv gearbeitet habe, war Win98. Alles, was danach kommt, kenne ich nur von meinen Arbeitgebern. Bei mir zu Hause hat ein alternatives Betriebssystem wie Windows natürlich keine Chance, zum Einsatz zu kommen.

Aber wenn wir mal ehrlich sind, auch in der Welt von GNU/LINUX ist nicht immer alles rosig. Die Hersteller von Hardware geben teilweise nur Treiber für Windows heraus, Dokumente, die mit geschlossener Software hergestellt wurden, sehen bisweilen gediegen aus und so weiter.
Hier ist mir ein amüsantes Video über den Weg gelaufen, das genau diese Probleme offen und ehrlich anspricht, zum Ende aber auch noch die Kehrseite der Medaille aufzeigt.

Welche Punkte sind es bei euch, die Linux sucken lassen?

Lernend einen Film schauen

Veröffentlicht am 9. Juli 2014 um 07:11 Uhr

Das Dilemma

schokiAuf Lehrzeit stellte Ingo vorgestern die Frage, ob man kurz vor den Ferien lieber einen Film mit den Schülerinnen und Schülern gucken oder ob man mit ihnen noch “richtigen” Unterricht machen sollte. Aus seinen persönlichen Erfahrungen heraus lässt sich schließen, dass einige Schülerinnen und Schüler von den vielen Filmen, die geguckt werden, ermüdet sind und beim vielen Schauen auch die Lust daran verlieren.

Ich kann die Gedanken sehr gut nachvollziehen und war als Schüler auch von den Filmen, die die Lehrpersonen auswählten, zumeist nicht positiv überrascht.

Einige Kollegen versuchen es dann kurz vor den Ferien nochmals mit sozialkritischen Filmchen1, die dann aber in der Regel “noch schnell in der Pause zu ende geguckt werden” und die Schülerinnen und Schüler dann damit unverarbeitet nach Hause gehen.

Die Motivation echten Unterricht zu machen, sinkt von Tag zu Tag und wenn man es mit offenen Augen beobachtet, nicht nur bei den Schülerinnen und Schülern.

Ein Ausweg aus dem Dilemma

Um diesem Dilemma zwischen Bildungsauftrag und Motivationlosigkeit zu begegnen, entscheide ich mich immer öfter für einen guten Mittelweg. Es gibt nämlich sehr gute Dokumentationen im Netz, die sich hervorragend eignen, in einer Doppelstunde bearbeitet zu werden. Es geht hier nicht darum, die Zeit totzuschlagen, sondern darum, auch in den letzten Tagen vor den Ferien den Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit zu geben, etwas zu lernen.

Zunächst befasst sich jeder Lernende mit bestimmten Fragen zu dem Themengebiet des Filmes. Diese werden dann in der Gruppe verglichen und so die unterschiedlichen Blickwinkel auf eine Sache wahrgenommen und unter Umständen diskutiert. Dann gibt es verschiedene Beobachtungsaufträge zu dem Film. Die Antworten dazu müssen schriftlich fixiert werden. Nach dem Film werden zunächst die Ergebnisse in den Gruppen zusammengefasst. Verständnisprobleme und Wichtiges kann im Plenum geklärt werden. Zu guter Letzt kann jeder Lernende schriftlich zusammenfassen, was das Thema mit ihm zu tun hat, was er oder sie daraus gelernt hat.

Wie macht ihr es in den letzten Stunden vor den großen Ferien? Normaler Unterricht? Stupider Film? Blöde Spielchen? Sportliche Aktivitäten?

Beispielfilme

Hier eine kleine Auswahl an Dokumentationen, die ich immer wieder gerne im Unterricht zeige, um auf bestimmte Facetten des Lebens aufmerksam zu machen.

Die letzte Saison

Schmutzige Schokolade

Gottfried der Selbstversorger

Leben ohne Plastik

 

  1. Schindlers Liste oder Wüstenblume []

Alphabetisches Star Wars

Veröffentlicht am 9. Juni 2014 um 14:45 Uhr

Ich habe mal wieder etwas für die Rubrik: Menschen mit zu viel Zeit

ALLE Wörter aus Starwars sind hier in der alphabetischen Reihenfolge zusammengeschnitten. Guckt sich das tatsächlich jemand in der Gänze an?

(Via: Jedes Wort aus Star Wars – alphabetisch sortiert » GIZMODO DE)

Es ist kalt

Veröffentlicht am 16. Mai 2014 um 14:45 Uhr

friedhof

Ich weiß, dass ich nicht mehr lange unter meinen Lieben verweilen werde. Die Tage im Krankenhaus haben mich geschwächt. Nach und nach entweicht die Lebenskraft aus meinem Körper. Jeder Atemzug wird schwerer und schwerer. Ich spüre, wie Annette meine Hand hält und ihre Tränen meine Finger hinunter fließen.

Da war es wieder – das Drücken am ganzen Körper. Es ist stärker geworden. Die Frequenz scheint sich zu erhöhen. Das Pochen aus der Ferne beschleunigt. Ich warte auf das nächste Drücken. Die gefühlte Schwerelosigkeit der letzten Wochen nimmt ab. Die Schwerkraft übernimmt. Das Drücken ist nun noch heftiger. Zwei Kräfte wirken auf mich. Die Schwerkraft und der Druck aus allen Richtungen auf meinen gesamten Körper.

Ich höre Annette weinen: »Leb wohl.« Es schmerzt, ihr nicht antworten zu können. Langsam schließe ich meine Augen. Sie erblicken das letzte mal Annette. Noch spüre ich ihre Hand und wie sie laut weinend ihren Kopf auf meine Brust legt.

Volles Bewusstsein über das Sein, den Sinn des Lebens und alles darüber hinaus erschließt sich mir in Bruchteilen von Sekunden und ist so präsent als sei es nie vergessen gewesenen. Der Kosmos ist eins mit mir und bietet mir ungeahnte Möglichkeiten. Ich entscheide.

Ich höre unbekannte Stimmen, fremde Sprachen. Ernste Worte. Ruhige Worte. Laute Worte. Der Druck erhöht sich wieder. Mein Kopf wird eingequetscht. Mein Schädel verformt sich. Ein Stirnband aus Druck legt sich um ihn. Ruhe. Stille. Nur Druck! Mein Körper wird vorwärts gedrückt. Das Band legt sich über Augen, Nase, Mund, Kinn. Nun schmiegt es sich um meinen Hals. Keine Beklemmung oder Atemnot. Es wird hell. Durch meine geschlossenen Augen nehme ich tausend Sonnen war. Ich verhalte mich ruhig. Die Augen geschlossen. Keine Atmung. Keine Panik. Ruhe in jedem Moment.

Ich spüre einen anderen, kälteren Druck unter meinem Kinn. Mit den wiederkehrenden Pressungen meines Körpers, werde ich am Kinn gezogen. Mit einem Mal ist es kalt. Ich weiß, ich habe es so verdient und es mir ausgesucht. Das hier ist ein Anfang.

Indem ich bewusst und ohne Zwang alle meine Kraft zusammennehme und ein weiteres Mal einen tiefen ersten Atemzug nehme, beginne ich mein neues Leben.

Es ist kalt – zum Herunterladen als PDF

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